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Der Ahn
Der Ahn

Bert J Klaentschi / Initiant und Markenbotschafter

THE BIG DIG (die grosse Ausgrabung)

DAS GOKSTAD Langschiff
Daran zweifelt Niemand: Wikinger Langschiffe bildeten das Rückgrat der erfolgreichen Entdeckungfahrten und Raubzüge der Wikinger.
Allein schon die Entdeckung der GOKSTAD im Jahr 1879 in einem Grabhügel auf der Gokstad Farm im Gebiet von Sandefjord/Norwegen durch die zwei gelangweilten Farmersöhne ist aussergewöhnlich und spektakulär. Der Fund blieb nicht lange ein Geheimnis und Nicolay Nicolaysen, Sammlung für Nationale Antiquitäten an der Universität in Oslo verhinderte weitere Grabarbeiten am Fundort und begann selbst mit der professionellen, archäologischen Arbeit am Schiffgrabhügel im Frühling 1880.
Der Grabhügel rund um das Schiff war ca. 5m hoch und wies einen Durchmesser von 45m auf und bestand aus Schichten von Torf, Erde und Grasnarbe. Das Schiff selbst war bis zur Wasserlinie, zusammen mit weiteren Grabbeigaben, im Untergrund aus blauem Ton eingebettet. Während die Feuchtigkeit des Tons den Schiffsrumpf luftdicht hielt, also gewissermassen konservierte, verrotteten die oberhalb des Tons liegenden Teile wie viele Schilde, Schiffsbug- und heck.
Das GOKSTAD Schiff wurde zirka 890 n.Chr. auf dem Höhepunkt der Wikingerzeit gebaut. Um 900 n.Chr. starb ein sehr reicher und mächtiger Mann und wurde darin bestattet. Eine Grabkammer wurde hinter dem Mast gebaut und der Verstorbene auf ein Polsterbett gelegt, vermutlich reich gewandet. Aber schon zur Wikingerzeit waren Grabräuber am Werk und nahmen Waffen und Schmuck mit. Immerhin fanden die Archäologen ein Spielbrett mit Spielsteinen aus Horn, Gurtzeug aus Eisen und vergoldeter Bronze, Angelhaken, Küchenutensilien, die Überreste von 64 Schilden, 6 Betten, ein Zelt und einen Schlitten. Ausserdem ein Geleit für den Verstorbenen aus 12 Pferden, 6 Hunden, zwei nördlichen Habichten und zwei Pfauen.
Der GOKSTAD Schiffrumpf wurde aus gespaltenen (nicht gesägten) Eichenplanken in Klinkerbauweise konstruiert.
Das GOKSTAD Longship Heritage Armband reflektiert diese Schiffbauweise

Quellen:
UIO: Museum of Cultural History „The excavation of the GOKSTAD ship“
sciencenorway.no „Resarchers have examined the burial mound where the Gokstad Viking ship was found. What they found surprised them“